Flora Emslandia - Pflanzen im Emsland

Ölrettich

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Blüte, Frucht, unteres, mittleres und oberes Stängelblatt sowie die Wurzel des Ölrettichs

 

Raphanus sativus var. oleiformis Pers.:
Blütezeit: meist Mai–Dezember, vom Zeitpunkt der Aussaat abhängig
Höhe: 50–100 cm
Blüten: zwittrig, disymmetrisch, Ø ca. 15 mm, Staubblätter: 6, Griffel: 1
Kronblätter: 4, weiß bis violett, 12–25 mm lang
Kelchblätter: 4, aufrecht
Stängelblätter: wechselständig, gefiedert
Grundblätter:gefiedert

Pflanze einjährig, krautig mit holziger, verzweigter, mehr oder weniger verdickter Pfahlwurzel.

Stängel aufrecht, hohl, rund, gestreift, einfach oder verzweigt, kahl oder behaart.

Grundblätter gestielt, Spreite leierförmig fiederspaltig oder gefiedert mit 2–24 länglich eiförmigen Fiedern. Endlappen groß und rundlich.

Stängelblätter wechselständig, nach oben hin an Größe abnehmend, gestielt bis fast sitzend, an der Basis nicht geöhrt. Blattspreite gefiedert oder fiederschnittig mit wenigen schmalen Fiederpaaren. Endlappen größer, rundlich, gekerbt. Obere Stängelblätter oft einfach.

Die weißen oder violetten, dunkel geaderten, vierzähligen, zwittrigen Blüten stehen in endständigen, ca. 30-blütigen Trauben. Die Staubbeutel der 6 Staubblätter sind gelb. Kronblätter lang genagelt (Nagel etwas länger als der Kelch), Platte verkehrt eiförmig, leicht ausgerandet.

Kelchblätter schmal länglich, aufrecht, zusammengeneigt, 7–10 mm lang. Der aus 2 Fruchtblättern verwachsene, oberständige Fruchtknoten trägt einen nach oben hin zugespitzten Griffel, ca. 1/3 so lang wie der Fruchtknoten, mit kopfiger bis 2-lappiger Narbe.

Nach Selbst- oder Insektenbestäubung entwickeln sich 2–6 cm lange, bis zu 10 mm dicke, aufrechte, meist 5–40 mm lang gestielte, im Querschnitt runde, zylindrische oder spindelförmige, kegelförmig zugespitzte, zwischen den Samen nur leicht eingeschnürte, innen schwammige Schotenfrüchte die nicht zerfallen und an der Pflanze verbleiben.

Sie enthalten 1–5, 3 × 4 mm messende, eiförmig bis rundliche, hellbraune bis schwärzliche, einreihig angeordnete, narbige Samen beinhalten. Pflanzen unbeständig, sehr formenreich!

Vom Ölrettich existieren sehr viele Zuchtformen, die sich in der Blühfreudigkeit und in der Form und Farbe der Pfahlwurzeln unterscheiden.

Blütenformel:
·|· K4 C4 A2+4 G(2) oberständig

Raphanus sativus var. oleiformis kann mit Garten-Rettich und Radieschen bastardisieren.

Vorkommen:
Zur Gründüngung auf Feldern und in Gärten kultiviert, in ländlichen Gebieten gelegentlich verwildert. Bevorzugt halbschattige, etwas feuchte, warme, saure und stickstoffreiche Standorte.

Verbreitung:
Als Kulturpflanze auf allen Kontinenten vertreten.