Es ist Ende September, in den Regalen der Lebensmittelläden tummeln sich schon lange wieder Spekulatien, Lebkuchen und Marzipanbrote, bald folgen Nikoläuse und Adventskalender. Während draußen noch die stolzen Sonnenblumen ihre Körbe gen Himmel recken, beginnt in den Supermärkten schon die Weihnachtszeit.
Doch vergessen wir Weihnachten und wenden uns den Sonnenblumen, die ihre Köpfe immer der Sonne zuwenden zu. Einer alten griechischen Überlieferung zufolge, verliebte sich einst ein junges Mädchen namens Klytia in den Sonnengott Helios, der allerdings nichts mehr von ihr wissen wollte, nachdem sie seine Beziehung mit Leukothoe, die bereits von Helios schwanger war, Leucothoes Vater gesteckt hatte, der sie daraufhin lebendig begraben, bzw. verbrennen ließ.
Klytia setzte sich daraufhin auf einen Felsen, aß und trank nichts mehr, und sah Helios den ganzen Tag über sehnsüchtig zu, wie er seinen Sonnenwagen über das Himmelszelt fuhr. Nach 9 Tagen hatten die Götter erbarmen, und verwandelten Klytia in eine Sonnenblume.
So oder in abgewandelter Form ist die traurige Geschichte von Klytia überliefert worden. Das Merkwürdige daran ist aber, dass die Sonnenblume damals weder im alten Rom noch im alten Griechenland und auch in ganz Europa nicht bekannt gewesen ist, es muss also eine andere Blume gemeint gewesen sein, in die sie verwandelt wurde. Zu vermuten ist das Sonnenröschen (Helianthemum).
Doch abgesehen von den Sonnenblumen – wie sagt der Franzose doch gleich: Rien ne va blüh – Nichts blüht mehr, so dass sich das Blog allmählich wieder in die Winterpause verabschieden muss, die bisher allerdings noch nie eingehalten wurde.