Im Auftrag von Flora Emslandia unterwegs

Sie zählt schon über 200 Seiten und ein Ende ist nicht in Sicht – meine HP. Ursprünglich sollte sie ja ein Buch werden, nur wäre dieses weder korrigier-, ergänz-, noch finanzierbar gewesen. Inzwischen ist die Website seit etwa einem Jahr … Weiterlesen

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Was ist innen gelb und außen weiß?

Leicht zu beantworten: die Margerite! Aber sehen wir uns doch einmal genau um: Es gibt einige andere Arten mit dieser Merkmalskombination. Nehmen wir doch nur das Gänseblümchen: Innen gelb wie ein Gänseschnabel, außen weiß wie das Gefieder, keiner würde es zu den Margeriten zählen. Keiner? Doch! Die Urviecher der Botanik, wie Hieronymus Bock, Otto Brunfels und Leonhard Fuchs bezeichneten die Margerite als Bellis major, was soviel heißt wie Großes Gänseblümchen, und das Gänseblümchen als Bellis minor, also Kleine Margerite oder so.

Gänseblümchen und Margeriten zählten also einst zur selben Gattung: Bellis. Das Große Gänseblümchen (Margerite) war die Gänseblume und das Kleine Gänseblümchen war das Maßliebchen. Also ungefähr genau anders herum als heute.

Wir haben aber noch weitere Kandidaten für „innen gelb und außen weiß“: Hundskamillen, Strandkamillen und echte Kamillen. Echte Kamillen erkennt man am Geruch nach Kamillentee, die Strahlenlose Kamille auch, aber die ist außen nicht weiß, sondern nur innen gelb. Echte Kamillen besitzen zudem einen hohlen Blütenboden, also schnuppern, durchschneiden, bestimmen und fertig.

Margerite, Gänseblümchen, Kamille und Strandkamille

 

Strandkamillen besitzen ähnlich filigrane Blätter wie die echten Kamillen, duften aber nicht nach solchen. Hundskamillen haben fiederspaltige Blätter, duften nicht nach Kamille und haben auch keinen hohlen Körbchenboden.

Wenn man also mit offenen Augen und Nasen durch die Welt geht, entpuppt sich so manche Margerite als ganz etwas anderes. Nun werde ich mir zur Belohnung für diesen wunderbaren Blogbeitrag etwas schnelles zu essen machen, und zwar etwas, was innen gelb und außen weiß ist. Das wird gepfeffert und gesalzen und kommt aufs Brot. Und das wird keine Margerite sein.

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Unter aller Sau

Schweinchenkraut-Blütenkorb

Die ersten rau behaarten Blattrosetten sind schon sichtbar, bald wird es seinen nur mit kleinen schuppenförmigen Blättern besetzten Stängel treiben und ihn an seiner Spitze mit einem leuchtend gelben Blütenkorb krönen – das Ferkelkraut. Doch wie kam dieses saubere Pflänzchen zu so einem saumäßigen Namen? Daran ist ein Schüler des Aristoteles, Theophrastos von Eresos schuld.

Der alte Grieche lebte etwa zwischen 370 und 290 v. Chr. und schrieb neben zahlreichen philosophischen Werken auch ein naturkundliches Buch: Die Naturgeschichte der Gewächse. In dieser beschreibt er einen Korbblütler, der Hypochoires genannt werde, zusammengesetzt aus hypo und choiros, was mit unter Schweinen bzw. unter Ferkeln übersetzt werden kann. Es würde zwar ein bisschen wie eine Kulturpflanze aussehen, sei aber ungenießbar – geschmacklich unter aller Sau sozusagen.

Die "Pusteblume" des Ferkelkrauts ist schmutzig weiß - wie sollte es auch anders sein.

Der deutsche Name bezieht sich also auf den altgriechischen Begriff, wobei überhaupt nicht bewiesen ist, dass unser heute Hypochaeris radicata genanntes Ferkelkraut mit der von Theophrast erwähnten Pflanze identisch ist, das hat Linné, der berühmte schwedische Naturforscher, nämlich einfach so bestimmt – er war der Pflanzenbestimmer schlechthin, und das im doppelten Sinn.

Obwohl für den flüchtigen Beobachter alle Korbblütler mit gelben Blütenkörben wie Löwenzahn aussehen, liegt er hier nicht ganz daneben – Hypochaeris ist nah mit Leontodon, den Löwenzähnen verwandt. Allerdings nicht mit den Kuhblumen, die zwar auch Löwenzahn genannt werden, doch zu Taraxacum zählen. Zum Trost sei aber gesagt, den letzteren kleinen Unterschied zu machen, war noch nicht einmal der große Linné bereit.

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Bedeutung botanischer Artnamen (capillatus – cenisia)

capillatus, capillata, capillatumlat. behaart
capitatus, capitata, capitatumlat. kopfig
caprealat. Ziege
capreolus, capreola, capreolumlat. Ziegenbock
caprifolius, caprifolia, caprifoliumlat. Geißblatt (evtl. weil die Blätter gerne von Ziegen gefressen werden)
cardiacus, cardiaca, cardiacumgr. Herz-
cardiophyllus, cardiophylla, cardiophyllumgr. herzblättrig
carduelislat. distelartig
carinatus, carinata, carinatumlat. gekielt
carinthiacus, carinthiaca, carinthiacumlat. aus Kärnten
carmichaelii – nach Dugald Carmichael (1772-1827)
carneus, carnea, carneumlat. fleischfarben
carniolicus, carniolica, carniolicumlat. aus Krain
carota, carotaelat. Karotte
carpathicus, carpathica, carpathicumlat. aus den Karpaten
carpaticus, carpatica, carpaticumlat. aus den Karpaten
carpinifolius, carpinifolia, carpinifoliumlat. hainbuchenblättrig
carthusianus, carthusiana, carthusianumlat. nach Johan Friedrich Cartheuser (1704-1777)
carthusianorumlat. Karthäuser-
carvilat. Kümmel-
carvifloralat. kümmelblütig
carvifolius, carvifolia, carvifoliumlat. kümmelblättrig
caryophyllaceaegr. Nelken-
caryophylleus, caryophyllea, caryophylleumgr. Nelken-
cassubicus, cassubica, cassubicumlat. aus der Kaschubei
cassubicifoliuslat. wie Ranunculus cassubicus
castellanus, castellana, castellanum – lat. zur Burg gehörig
castriferriilat. aus Eisenburg
catameristumgr. zerteilt
catarius, cataria, catariumlat. Katzen-
catenatus, catenata, catenatumlat. gekettet
catharticus, cathartica, catharticumgr. zum Purgieren verwendet
caucalisgr. der Haftdolde ähnlich
caucasius , caucasia, caucasiumlat. aus dem Kaukasus
caulescensgr. mit deutlichem Stängel
cavus, cava, cavumlat. hohl, gewölbt
cavillieri – nach François Georges Cavillier (1868-1953)
celticus, celtica, celticumlat. keltisch
cembra – konstruiert aus dem Trivialnamen der Zirbelkiefer (Zirbel-)
cenisialat. vom Mont Cenis

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Osternschnuppen – ein Osterausflug

Das Emsland hat nicht nur Nat-, sondern auch Kultur zu bieten, was man den nachfolgenden Bildern entnehmen mag:

Steingrab in Bruneforth

Wassermühle Bruneforth

Königsgrab in Groß Berßen

Hüvener Mühle

 

Frohe Ostern wünscht
David

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Gelbsternschnuppen

Die Sterne funkeln – nicht nur die silbernen, welche am Firmament flimmern, sondern gar güldene Sonnen wogen auf den sanft geneigten Gefilden des norddeutschen Tieflandes. Gemeint ist nicht das Scharbockskraut, dessen Sterne zwar auch ganz schön gülden funkeln, sondern Gagea pratensis, der Wiesen-Goldstern oder auch Wiesen-Gelbstern.

Da mag so manch einer, der nur den häufigeren Wald-Gelbstern kennt, vor Neid erblassen. Steht Gagea pratensis in den meisten Bundesländern auf der Roten Liste, so ist er im Emsland, zumindest in Meppen und Haselünne wie ich mich vergewissern konnte, wirklich überaus häufig. Jedoch würde ich hier ganz gerne mal so einen Feld-Wald-und-Wiesen, Verzeihung, Wald-Gelbstern finden, damit ist es allerdings Essig.

Nicht, dass ich ihn nicht gesucht hätte, ganz im Gegenteil. Jeder verdächtige Stern mit breiten Blumenblättern und ausgeprägter Kapuzenspitze wurde gründlich inspiziert – die rötliche Blattbasis verriet immer nur den wiesenbewohnenden Zeitgenossen. Wenn man es jedoch hundertprozentig genau wissen will, muss man sich schon mal die Finger schmutzig machen und die Pflanze vorsichtig ausgraben – der Wiesen-Gelbstern besitzt neben der Hauptzwiebel zwei kleine weiße Nebenzwiebeln, der Waldbewohner besitzt nur die eine Hauptzwiebel.

Letztere Methode ist allerdings nur für die Bundesländer zu empfehlen, in denen die Gelbsterne noch nicht zu den bedrohten Arten zählen, sonst macht man sich nämlich auch im übertragenen Sinn die Finger schmutzig. Auf jeden Fall muss man das Pflänzchen dann, das sollte allerdings selbstverständlich sein, vorsichtig wieder eingraben.

Nun, das Emsland beherbergt wohl keine Wald-Gelbsterne, was vermutlich daran liegt, dass sie kalkhaltige Böden mögen. Aber dafür gibt es etwas anderes: Lehm. Und damit lässt es sich hier für Wiesen-Gelbsterne ganz hervorragend lehm.

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Frühjahrsputz

Alles glänzt und strahlt wieder, nicht nur meine Bude, sondern auch mein Projekt Flora Emslandia. Bisher war das nämlich eine mit vielen kleinen HTML-Fehlern behaftete Seite, aber damit ist jetzt Schluss. Nur wie konnten die sich einschleichen? Nun, beim Basteln der Seite bin ich damals wie die Evolution vorgegangen – wenn es richtig dargestellt wurde, wurde es so belassen wie es ist, wenn nicht, dann wurde es eben wieder verworfen und etwas anderes versucht.

Aber man ist ja nun mal Mensch und nicht die Selektionstheorie, daher muss man die Sache deterministisch angehen: Stellt man sich HTML oder CSS wie den genetischen Code vor, so kann man sich Browser wie den Internet Explorer, Mozilla oder Opera wie Ribosomen vorstellen, die ihn ablesen, und in Proteine, sprich Internetseiten, übersetzen. Gab es bisher einige Stellen, an denen die Ribosomen stolperten und das Blaue vom Himmel raten mussten, welche Aminosäure nun an dieser Stelle eingebaut werden soll, habe ich mich kurzerhand als Reperaturenzym betätigt.

Aber wozu die ganze Gentechnologie? Lasst es mich mal so formulieren: Jeden Tag kommen etwa 400 Besucher aus aller Herren Länder auf die Seite Flora Emslandia, deren Texte sehr sorgfältig und, zumindest nach meinem Dafürhalten, ohne sachliche Fehler und Fehlschreibungen erstellt worden sind – wer erwartet dann nicht auch eine fehlerfreie Programmier- und Auszeichnungssprache?

Auch wenn ich mich soeben als Perfektionist, wenn nicht gar als Nerd geoutet habe – wenn man eine von Google gut gerankte Homepage betreibt, dann trägt man auch ein Stück Verantwortung – nicht nur für die Inhalte, sondern auch für die Validität.

Übrigens: Die Kopfzeile meiner HP trägt seit heute ein Bild: Viel flacher Horizont, typisch Emsland eben. Das lässt die Seite zwar etwas weniger wissenschaftlich, dafür aber etwas freundlicher erscheinen.

Mit ebenso freundlichen, jedoch nicht mit ebenso flachen Grüßen, verabschiede ich mich von euch bis zum nächsten Blogthema.

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Der Frühling lässt sein blaues Band…

wieder flattern durch die Lüfte. Eigentlich ein sehr schönes Gedicht von Eduard Mörike, das wir zu Schulzeiten, vielleicht in der 5. oder 6. Klasse, auswendig lernen durften.

Besonders jene Zeile bleibt mir in unauslöschlicher Erinnerung verhaftet: Horch, von fern ein leiser Harfenton! Unser Herr Rektor legte nämlich gesteigerten Wert darauf, dass wir „horch“ mit hartem „ch“ aussprachen, etwa wie in „Rachen“ und nicht mit weichem „ch“ wie in „weich“. Was ihn dazu bewogen hat, die Stelle wie eine Halskrankheit klingen zu lassen, wird wohl immer sein Geheimnis bleiben.

Aber raus aus dem Klassenzimmer und rein in die Natur! Und was fällt uns da auf? Frühjahrsgeophyten wohin das Auge blickt. Frühjahrsgeophyten sind übrigens Geophyten die, wie der Name schon sagt, im Frühjahr blühen. Neben Tausenden von Schneeglöckchen, mir ist ein Rätsel, wo die auf einmal überall herkommen, fallen Krokusse in allen erdenklichen Farben auf.

Angefangen von zartem Blau bis zu Dunkelviolett, schieben auch cremefarbene und sogar quietschgelbe Vertreter ihre Trichter aus dem Boden, um die ersten Insekten des Jahres für sich einzunehmen.

Meine kleine Exkursion war schon fast beendet, die Speicherkarte voll mit verschiedenen Krokussen und die Kamera schon in der Tasche verstaut, da fiel mein schweifender Blick auf ein einzelnes, im Laub verstecktes Blümchen, das ich in Meppen bisher noch nie gefunden habe, und ich streune schon seit etwa 8 Jahren hier in der Gegend herum.

Es war ein kleiner Winterling, da lacht doch das Botanikerherz. Zwar ist er bei uns nur ein unbeständiger Neophyt, aber dafür eine nagelneue Art in meiner Sammlung. Ein unbeständiger Neophyt ist übrigens ein Neophyt, der nur gelegentlich auftritt, sich also noch nicht breit gemacht hat. Ein neophytischer Geophyt sozusagen, der mir heute eine kleine Freude bereitet hat.

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Bedeutung botanischer Artnamen (cacaliaster – capillaris)

cacaliastergr. der alten Gattung Cacalia (heute Adenostyles u. Arnoglossum) ähnlich
cacuminatus, cacuminata, cacuminatumlat. zugespitzt
caerulescenslat. bläulich
caeruleus, caerulea, caeruleumlat. himmelblau
caesius, caesia, caesiumlat. graublau
caespitosus, caespitosa, caespitosumlat. rasig, buschig wachsend
caflischii – nach Jakob Friedrich Caflisch benannt
calamagrostisgr. Reitgras- (Calamagrostis-) ähnlich
calaminarius, calaminaria, calaminariumgr. Galmei- (auf Schwermetallerzen wachsend)
calamus, calamigr. Schilf-, Rohr-
calcaratus, calcarata, calcaratumlat. gespornt
calcareus, calcarea, calcareumlat. kalkig
calcitrapalat. Fußfalle (Früchte krähenfußartig)
californicus, californica, californicumlat. kalifornisch
callianthemus, callianthema, callianthemumgr. mit schönen Blüten
callianthus, calliantha, callianthumgr. mit schönen Blüten
callitrichoidesgr. Callitriche- (Wasserstern-) artig
calochroumgr. schönhäutig
calocymumgr. schöndoldig
calodongr. schönhaarig
caloschistoidesgr. wie Taraxacum caloschistum
caloschistumgr. schönästig
calvescenslat. verkahlend
calvus, calva, calvumlat. kahl, unbehaart
calyculatus, calyculata, calyculatumgr. kleinkelchig
cambresis, cambreselat. aus Wales
cammarus, cammara, cammarum –  lat. Hummer-
campester, campestris, campetstrelat. Feld-
campodunienselat. aus Kempten
camptostachysgr. mit gekrümmten Stacheln
canadensis, canadenselat. kanadisch
canaliculatus, canaliculata, canaliculatumlat. mit kleiner Rille
canariensis, canarienselat. kanarisch
candidus, candida, candidumlat. leuchtend weiß
canescenslat. weißgrau
caninitergi – lat. vom Hunsrück
caninus, canina, caninumlat. Hunds-
cannabifolius, cannabifolia, cannabifoliumgr., lat. – hanfblättrig
cannabinus, cannabina, cannabinumgr. hanfartig
canophyllus, canophylla, canophyllumlat. mit grauen (behaarten) Blättern
canovertexlat. mit grauer (behaarter) Spitze
canovirens, canoviridelat. graugrün
canus, cana, canumlat. grau (durch Behaarung)
canutiilat. nach F. Thedenius Canut benannt
capensis, capenselat. der Kapflora (Südafrika) zugehörig
capillaris, capillarelat. haarförmig

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Am Weg wartet die Wegwarte

Als Kontrastprogramm zum eisigen Winter verrate ich euch heute etwas über eine Sommerpflanze. Sie bevorzugt etwas basische, sprich kalkhaltige Böden, die das Emsland kaum zu bieten hat, trotzdem findet man sie vereinzelt. Man kann sich darüber streiten, ob sie nun eigentlich schön oder hässlich ist und ist damit quasi die Daniela Katzenberger unter den Pflanzen.

Die blauen Korbblüten sind ein echter Hingucker

 

Zwar besticht sie durch große blaue Blüten, doch ihr sparriger, verzweigter Wuchs mit den starren Ästen will nicht recht dazu passen. Besonders nachmittags entzieht sie sich dem Blick, indem sie die auffälligen Korbblüten kurzerhand schließt, um sich in unansehnliches Gestrüpp zu verwandeln.

Mit gechlossenen Blütenkörben ist die Wegwarte kaum wiederzuerkennen

A propos verwandeln: Alten Überlieferungen zufolge ist die Wegwarte eine Prinzessin / Burgfäulein / Jungfrau / Mädchen / Geliebte eines Ritters, die jahrelang am Wegrand auf ihren im Kreuzzug / in einer Schlacht / im Krieg gefallenen bzw. untreu gewordenen Prinzen / Ritter / Freund / Geliebten wartete, und von Gott / einer Fee / Engeln / Uri Geller in eine Pflanze verwandelt wurde.

Rein etymologogisch betrachtet hat die Wegwarte überhaupt nichts mit warten zu tun. Streng genommen aber doch. Die Wegwarte wartet zwar nicht auf etwas, aber sie wartet etwas, nämlich den Weg. Nun, sie pflastert ihn zwar nicht neu, aber sie zeigte einst den müden Wanderern die ausgetretenen Pfade und verdiente sich so die Namen Wegweis und Wegeweise.

Aber warum wächst sie ausgerechnet am Wegrand? Weil sie dort viel Sonne und damit Licht und Wärme bekommt, andererseits, weil sie von den oft angrenzenden Feldern den Stickstoff abgreifen kann. So wird sie von jedem gesehen und kann es auch ertragen, mal plattgetreten zu werden. Ganz wie Daniela Katzenberger eben.

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Bedeutung botanischer Artnamen (betckei – botrys)

betckei – nach Betcke benannt
betonicifolius, betonicifolia, betonicifoliumlat. ziestblättrig
beyrichii – nach Beyrich benannt
biasolettii – nach Biasoletto benannt
bicolorlat. zweifarbig
biebersteinii – nach F. A. Freiherr von Bieberstein benannt
biennislat. zweihährig
bifidus, bifida, bifidumlat. zweispaltig
biflorus, biflora, biflorumlat. zweiblütig
bifolius, bifolia, bifolium – lat. zweiblättrig
biformis, biformelat. in zwei Formen vorkommend
bifrons, bifrondeslat. zweiblättrig
bifurcus, bifurca, bifurcumlat. in zwei Äste gespalten
bigelowii – nach Bigelow benannt
biharica – nach dem indischen Bundesstaat Bihar benannt
billardii – nach Billard benannt
binderi – nach Binder benannt
binervis, biervelat. zweinervig
bjoerkmanii – nach Björkman benannt
blandus, blanda, blandumlat. verführerisch, reizend
blandidus, blandida, blandidum lat. schmeichlerisch
blattarius, blattaria, blattariumlat. Schaben-
blitoideslat. Blitum- (Spinat, Gänsefuß-) artig
blitum, blitilat. Blitum- (Spinat, Gänsefuß-) artig
blondaeana – nach Blondeau benannt
blyttianum – nach Blytt benannt
bocconei, bocconi – nach Paolo Silvio Boccone benannt
boekmanii – nach Boekman benannt
boenninghauseniana – nach C. M. F. Freiherr von Bönninghausen benannt
boetzkesii – nach Boetzkes benannt
bohemicus, bohemica, bohemicumlat. böhmisch
bombycinus, bombycina, bombycinumlat. aus Seide
bonariensis, bonariense – nach Buenos Aires (Argentinien) benannt
bonus-henricuslat. Guter Heinrich
borbasii – nach Vincenz von Borbas benannt
borchers-kolbiae nach Borchers-Kolbe benannt
boreale, boreales, borealislat. nördlich
borgvallii – nach Borgvall benannt
bornmuelleri – nach Joseph Friedrich Nicolaus Bornmüller
borreri – nach Borrer benannt
borysthenica – nach Beresan (Borysthenes) benannt (Insel im Schwarzen Meer)
botryodeslat. traubig
botrys –  lat. Trauben-

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