Idee für einen emsländischen Eiersalat

Ich weiß, es geht auf Weihnachten zu und nicht auf Ostern, dennoch gab es heute hartgekochte Eier zum halben Preis und das erste was ich damit machte waren Soleier. Gut, Soleier sind den meisten ein Begriff als in Salz und/oder Essigmarinade eingelegte Eier, aber es gibt eine emsländische österliche Tradition, möglicherweise ist es auch nur ein verbreitetes Rezept in der Region, wo der Begriff anders oder erweitert verwendet wird.

Natürlich kann man für emsländische Soleier eingelegte Eier verwenden, aber es ist nicht unbedingt nötig. Man nehme einfach ein hartgekochtes Ei und schäle es sorgfältig – oder eben wie gesagt ein eingelegtes, das ist Geschmacksache. Das halbiert man dann der Länge nach und entfernt vorsichtig das Eigelb, sodass es möglichst ganz bleibt.

In den im Eiweiß entstandenen Hohlraum gibt man je nach Geschmack Essig, Öl, Mayonnaise, Senf und Salz hinzu, manche verwenden zusätzlich Pfeffer und/oder Maggi, aber das kann man halten wie man will, ich mag es nicht besonders. Dann gibt man das herausgelöste Eigelb wieder oben drauf und schiebt es sich schnell in den Mund, es neigt nämlich dazu auszulaufen. Wer das noch nie genossen hat, bitte glaubt mir, es ist wirklich eine Geschmacksexplosion, auch wenn sich das Nicht-Norddeutsche kaum vorstellen können, aber die mögen ja noch nicht einmal Lakritz. Eigentlich ist es viel Friemelei, die ganzen Zutaten in der richtigen Menge in ein halbes Ei zu dosieren, deswegen kam mir folgende Idee:

Nämlich aus den restlichen Eiern einen Salat zu machen, der die Zutaten für Soleier beinhaltet, also Essig und Öl, Majo und Senf, beides zu gleichen Teilen und Salz. In diese Marinade kommen die zerkleinerten, übriggebliebenen Eier. Das lasse ich dann etwas ziehen und werde euch in dem darauffolgenden Blogthema… nein, das ist zuviel Action, in einem ergänzenden Absatz in diesem Blog meine Geschmackserfahrung berichten. Ich bin schon gespannt.

Zum Ergebnis: Ich bin etwas enttäuscht, es schmeckte einfach nicht wie Soleier und ich weiß auch warum. Die Zutaten waren zu sehr vermischt, es gab einfach keine punktuelle Reizung der Geschmackspapillen, es schmeckte wie Eier in einer Vinaigrette, also einfach kein Vergleich zu Soleiern.

Aber Themawechsel, wenn ihr Instantnudeln genießen möchtet, achtet nicht auf die angegebene Wassermenge. Bringt einfach ein bisschen Wasser zum Kochen und ganz wichtig: zerkrümelt die Nudeln, ansonsten hat man kilometerlange chinesische Spaghetti, die man kaum mit der Gabel auf den Löffel bekommt und zum Schluss bleibt ein viertel Liter fade Brühe übrig. Es soll Menschen geben, die Instantnudeln ganz ohne Wasser genießen, aber ich frage mich, wie sie das Gewürz und das Öl, manchmal ist sogar ein richtig dicker Klumpen aus Gewürzen dabei, also wie man die Paste über die trockenen Nudeln verteilt. Schreibt mir gerne wie ihr das macht, wenn ihr das macht. Ansonsten buon appetito!

Dieser Beitrag wurde unter Essen und Trinken veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert