Knoblauchsrauke |

Blütenstand mit sich entwickelnden Schoten, Frucht und Blatt der Knoblauchsrauke
| Alliaria petiolata (M. Bieb.) Cavera & Grande: | |
| Blütezeit: | Mai–Juni |
| Höhe: | 20–100 cm |
| Blüten: | zwittrig, disymmetrisch, Ø ca. 6 mm, Staubblätter: 6, Griffel: 1 |
| Kronblätter: | 4, weiß |
| Kelchblätter: | 4 |
| Grundblätter: | nierenförmig |
| Stängelblätter: | dreieckig bis herzförmig, grob gezähnt |
Pflanze zweijährig, krautig.
Stängel aufrecht, kantig, unten abstehend behaart und meist unverzweigt.
Grundblätter lang gestielt, rundlich-nierenförmig, gekerbt und unterseits behaart.
Blätter am Stängelgrund nierenförmig und gekerbt, obere Blätter herzförmig und grob gezähnt. Blätter riechen beim Zerreiben nach Knoblauch bzw. Zwiebeln.
Die weißen Blüten stehen in einer endständigen, vielblütigen Traube.
Die vier Kelchblätter fallen schon früh ab.
Der Fruchtknoten ist aus 2 Fruchtblättern verwachsen und von den 6 Staubblättern sind 2 verkürzt.
Aus dem länglichen Fruchtknoten entwickelt sich nach Selbstbestäubung oder Bestäubung durch Bienen, Käfer oder Fliegen eine rundliche bis vierkantige, kurz gestielte, schmal linealische Schote, die ca. 5 cm Länge und einen Durchmesser von nur etwa 2 mm erreicht.
Der Fruchtstiel ist etwa so dick wie die Schote. Bei Reife springen die beiden Fruchtklappen von unten nach oben auf und fallen ab, die 12–16 Samen verbleiben an der Scheidewand und werden in erster Linie vom Wind gelöst.
| Blütenformel: |
| ·|· K4 C4 A2+4 G(2) oberständig |
Vorkommen:
Wegränder, Waldränder, Gebüsche, Hecken. Bevorzugt leicht schattige,
leicht feuchte und sehr stickstoffreiche Standorte.
Verbreitung:
Westlicher bis mittlerer Teil Eurasiens, vereinzelt in Nordafrika, in
Nordamerika eingebürgert.