Flora Emslandia - Pflanzen im Emsland

Sumpf-Schwertlilie

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Blüte, Früchte und Blätter der Sumpf-Schwertlilie

 

Iris pseudacorus L.:
Blütezeit: Mai–Juni
Höhe: 50–120 cm
Blüten: zwittrig, radiärsymmetrisch, gelb, auffällig. Ø 8–10 cm. Staubblätter: 3, Griffel: 1
Blumenblätter: 6, gelb, 3 lange äußere (Hängeblätter) und 3 kurze innere (Domblätter)
Blätter: parallelnervig, reitend. Grundblätter länger als Stängelblätter

Pflanzen ausdauernd, krautig mit kriechendem, rosafarbenem Wurzelstock.

Stängel aufrecht, rund, kahl, markig und oben meist einmal verzweigt.

Blätter schwertförmig, grau- bis blaugrün, an der Basis gefaltet, 2–3 cm breit mit und mit hervortretender Mittelrippe.

Grundblätter ungefähr so lang wie der Stängel, Stängelblätter 2-zeilig angeordnet.

Die 4–12 gestielten, meist leuchtend gelben, duftlosen Blüten besitzen je Blütenstand eine aus 2 Blättern bestehende Blütenscheide, bei der das äußere Hochblatt gekielt ist.

Die zungenförmigen, äußeren 3 Blumenblätter (Hängeblätter) sind ca. 6–7 cm lang und 3–4 cm breit, herabhängend und besitzen eine rotbraune Strichzeichnung. Die inneren 3 Blumenblätter (Domblätter) sind ca. 2–3 cm lang, spatelförmig oder länglich und aufrecht stehend.

Am Grund sind die Kronblätter zu einer sehr kurzen Röhre verwachsen.

Die 3 Staubblätter entspringen dem Grund der Hängeblätter.

Der unterständige Fruchtknoten trägt einen Griffel, der sich oberhalb der Röhre in 3 blumenblattartige Äste teilt. Die Äste sind an ihrer Spitze noch einmal geteilt und auffälliger und größer als die Domblätter. Die schuppenförmigen Narben liegen auf der Unterseite der Griffeläste.

Nach der Bestäubung durch Hummeln bildet sich eine ca. 4 cm lange Kapsel, die sich an der Spitze mit 3 Klappen öffnet und zahlreiche braune, scheibenförmige, glänzende Samen entlässt, die vom Wasser verbreitet werden. Pflanze besonders geschützt, giftig!

Blütenformel:
* P3+3 A3+0 G(3) unterständig

Vorkommen:
Ufer von Seen und Flüssen, Moore, Auwälder. Bevorzugt nasse und stickstoffreiche Standorte.

Verbreitung:
Ursprünglich Europa, Nordafrika und Westasien. In Nordamerika eingebürgert.